Google-Suche aus einem anderen Land: So funktioniert es

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Enver Kaya
Autor: Enver Kaya
Aus dem Würfel mit Suchfeld führt ein blaues Kabel zum Knoten Deutschland, drei weitere Länder bleiben gestrichelt

Angenommen, Sie verantworten das Marketing eines Unternehmens, das E-Bikes in die Niederlande verkauft. Die niederländischen Produktseiten sind online, in Google Ads läuft eine Kampagne mit Ausrichtung auf die Niederlande. Wenn Sie das niederländische Keyword aber von Ihrem Büro in Deutschland aus bei Google eingeben, sehen Sie deutsche Shops, deutsche Nachrichten und Anzeigen, die in Deutschland geschaltet sind. Was eine Kundin in Amsterdam sieht, erfahren Sie auf diesem Bildschirm nicht.

In diesem Beitrag erklären wir kurz, warum Google Ergebnisse je nach Standort verändert, und stellen dann fünf Wege nebeneinander, aus einem anderen Land zu suchen: die Regionsauswahl in den Sucheinstellungen, die URL-Parameter gl und hl, die Anzeigenvorschau und -diagnose von Google Ads, ein VPN und einen Residential-Proxy mit Standort im Zielland oder in der Zielstadt. Eine Tabelle zeigt, was jede Methode sichtbar macht und was nicht, ob sie bis auf Stadtebene reicht und ob sie für die Anzeigenkontrolle taugt. Der Beitrag behandelt die Kontrolle von Hand; das automatische Einsammeln von Google-Ergebnissen ist nicht unser Thema, den Grund nennen wir im entsprechenden Abschnitt.

Warum ändern sich Google-Ergebnisse je nach Land und Stadt?

Google zeigt nicht allen dieselbe Seite zur selben Suchanfrage. Vier Faktoren verändern das Ergebnis, und bei der Kontrolle von Hand sollten Sie wissen, an welchem Sie gerade drehen.

  • Standort. Laut den Hilfeseiten der Google Suche wird der Standort aus vier Quellen geschätzt: dem Standort, den das Gerät meldet, den im Google-Konto hinterlegten Privat- und Arbeitsadressen, Ihren bisherigen Aktivitäten und Ihrer IP-Adresse. Ganz unten auf der Ergebnisseite steht, welche Quelle verwendet wurde („Von meinem Gerät“, „Laut meiner IP-Adresse“ und so weiter). In einem abgemeldeten Browser ohne Standortfreigabe entscheidet die IP-Adresse.
  • Sprache. Die Sprache der Oberfläche und die Spracheinstellung des Browsers beeinflussen, Seiten welcher Sprache nach vorn rücken. Wer in den Niederlanden auf Englisch sucht, sieht nicht dieselbe Liste wie jemand, der auf Niederländisch sucht.
  • Anmeldung und Verlauf. Sind Sie in Ihrem Google-Konto angemeldet, können frühere Suchen und Besuche die Ergebnisse beeinflussen.
  • Gerät. Mobile und Desktop-Ergebnisseiten sind unterschiedlich aufgebaut; Kartenbox, Shopping-Ergebnisse und die Position der Anzeigen ändern sich.

Früher genügte es dafür, google.nl oder google.fr aufzurufen. Das gilt nicht mehr: Google hat in seinem offiziellen Blog angekündigt, dass lokale Ergebnisse seit 2017 nach dem Standort und nicht nach der Domain bestimmt werden und dass die Länderdomains ab April 2025 schrittweise auf google.com umgeleitet werden.

Wie der Standort aus der IP-Adresse geschätzt wird und warum diese Schätzung manchmal die falsche Stadt zeigt, lesen Sie in unserem Beitrag dazu, warum ein IP-Standort falsch sein kann. Wie diese Faktoren das Rank-Tracking verfälschen, steht im Abschnitt „Warum weichen standortbezogene Ergebnisse ab?“ des Beitrags So automatisieren Sie das SEO-Rank-Tracking.

Welche fünf Wege gibt es, aus einem anderen Land zu suchen?

Die Methoden bilden zwei Gruppen. Die ersten drei sagen Google nur: „Zeig mir die Ergebnisse dieses Landes“; Ihre IP-Adresse bleibt, wo sie ist. Die letzten beiden verlegen den Punkt, an dem Sie ins Internet gehen, also Ihre IP-Adresse, in das Zielland. Den Unterschied zeigt die Tabelle:

MethodeStandortebeneZeigt sie Anzeigen?Von Personalisierung beeinflusst?Kosten
Region in den SucheinstellungenLandNicht verlässlich; die IP liegt weiter in DeutschlandJa, wenn angemeldetKostenlos
Parameter gl und hlLandNicht verlässlich; die IP liegt weiter in DeutschlandJa, wenn angemeldetKostenlos
Anzeigenvorschau und -diagnoseDer im Tool gewählte StandortJa, ohne Impressionen zu erzeugenNein, das Tool erzeugt eine eigene VorschauKostenlos, Google Ads-Konto nötig
VPNLand, dazu die Städte der ServerlisteJa, aber eine geteilte IP kann eine Sicherheitsabfrage auslösenIm sauberen Profil neinMonatsabo
Standortgenauer Residential-ProxyLand und StadtJa, so wie ein Privatnutzer an diesem Standort sie siehtIm sauberen Profil neinNach Verbrauch

Zum Hinweis „nicht verlässlich“: Regionseinstellung und Parameter rücken die organische Liste an das Zielland heran, Werbetreibende richten ihre Kampagnen aber nach dem Aufenthaltsort des Nutzers aus. Solange Ihre Verbindung aus Deutschland kommt, ist nicht zu erwarten, dass Sie eine auf die Niederlande ausgerichtete Anzeige sehen. Dasselbe gilt für die Kartenbox und lokale Ergebnisse vom Typ „in meiner Nähe“. Die Google-spezifischen Details der Methode, die Ihre IP-Adresse verlegt, finden Sie auf unserer Seite Google-Proxy.

Wie ändern Sie die Ergebnisregion in den Sucheinstellungen?

Das ist der Weg, den Google selbst anbietet. Er ist auf der Hilfeseite Ergebnisse für ein anderes Land anzeigen lassen beschrieben.

Am Computer:

  1. Öffnen Sie die Sucheinstellungen von Google (google.com/preferences).
  2. Scrollen Sie zu den „Regionseinstellungen“.
  3. Wählen Sie das Zielland aus der Liste.
  4. Klicken Sie unten auf der Seite auf Speichern.

Unter Android: Tippen Sie in der Google App auf Ihr Profilbild, folgen Sie dem Pfad Einstellungen > Sprache & Region > Suchregion und tippen Sie auf das Land, dessen Ergebnisse Sie sehen möchten.

Auf iPhone und iPad: Tippen Sie in der Google App auf Ihr Profilbild, folgen Sie dem Pfad Einstellungen > Weitere Einstellungen > Einstellungen für Sprache und Region, wählen Sie unter „Region für Suchergebnisse“ das Land aus und tippen Sie auf Speichern.

Laut dem Hinweis auf der Hilfeseite ist die Funktion für einen Standort nicht verfügbar, wenn die Region in der Liste fehlt. Menünamen können sich mit Updates der Oberfläche ändern.

Diese Einstellung hat zwei Grenzen. Erstens lässt sich nur ein Land wählen; den Unterschied zwischen Utrecht und Eindhoven sehen Sie nicht. Zweitens ist die Einstellung dauerhaft. Wenn Sie nach der Kontrolle vergessen, sie zurückzustellen, kommen auch Ihre alltäglichen Suchen weiter mit niederländischen Ergebnissen.

Wozu dienen die Parameter gl und hl?

Denselben Effekt erreichen Sie für eine einzelne Suche über die Adressleiste, ohne die Einstellungsseite zu öffnen. An das Ende der Suchadresse kommen zwei Parameter:

text
https://www.google.com/search?q=e-bike+kopen&gl=nl&hl=nl
  • gl ist ein zweistelliger Ländercode (nl, us, fr, de). Googles Dokumentation zur Programmable Search definiert diesen Parameter als „Geolocation of end user“, also den geografischen Standort des Endnutzers, und hält fest, dass er Ergebnisse mit passendem Herkunftsland nach vorn rückt.
  • hl legt die Sprache der Oberfläche fest (nl, en, fr). Dasselbe Dokument sagt, dass die ausdrückliche Angabe dieses Parameters die Qualität der Ergebnisse verbessert.

Eine Einschränkung: Diese Definitionen stammen aus der Dokumentation der Such-API, die Google Entwicklern anbietet. Dieselben Parameter funktionieren auch unter google.com/search, Google stellt das aber nicht als dokumentierte Funktion für Endnutzer bereit. Das Verhalten kann sich ohne Ankündigung ändern. Nutzen Sie die Parameter für einen schnellen Blick, nicht als einzige Grundlage eines Berichts.

Es lohnt sich, die beiden Parameter unabhängig voneinander zu ändern. Mit gl=nl&hl=de sehen Sie näherungsweise den Fall „Nutzer lebt in den Niederlanden und sucht auf Deutsch“, mit gl=nl&hl=en die englische Suche in den Niederlanden. Eine Stadtebene haben die Parameter nicht, und Ihre IP-Adresse ändern sie nicht.

Welches Tool ist für Anzeigen das richtige?

Wenn Sie wissen möchten, ob Ihre eigene Anzeige in einem anderen Land erscheint, liegt das richtige Tool in Google Ads selbst. Die Anzeigenvorschau und -diagnose finden Sie in Ihrem Google Ads-Konto unter „Tools“ > „Fehlerbehebung“. Sie geben den Suchbegriff ein und wählen Kriterien wie Standort und Sprache; das Tool sagt Ihnen, ob Ihre Anzeige unter diesen Bedingungen ausgeliefert werden kann, und zeigt eine Vorschau der Ergebnisseite. Erscheint die Anzeige nicht, nennt es auch den Grund.

Nach Googles eigener Formulierung auf dieser Seite ist es besser, das Tool zu verwenden, als selbst zu suchen, weil dabei keine Anzeigenimpressionen erfasst und Ihre Leistungsstatistiken nicht beeinträchtigt werden. Wenn Sie dasselbe Keyword mehrmals am Tag suchen, um Ihre Anzeige zu sehen, steigen die Impressionen, Klicks bleiben aus, und Ihre Klickrate sinkt. Auf die Anzeige zu klicken ist noch ungünstiger. Klicken Sie auf Ihre eigene Anzeige, geben Sie Ihr eigenes Budget aus. Ein Klick auf die Anzeige eines Wettbewerbers nur zur Kontrolle fällt unter Googles Definition eines ungültigen Klicks, also eines Klicks, der nicht aus echtem Nutzerinteresse entsteht. Dieses Thema behandeln wir gesondert in unserem Beitrag über Klickbetrug in Google Ads.

Auch das Tool hat Grenzen. Es diagnostiziert nur Anzeigen in Ihrem eigenen Konto; für die Analyse fremder Anzeigentexte oder des organischen Rankings auf der Seite ist es nicht gedacht. Google weist außerdem darauf hin, dass die Anzeige in der Vorschau fehlen kann, sobald das Tagesbudget der Kampagne aufgebraucht ist. Die Prüfung von Anzeigenplatzierungen auf Publisher-Websites ist eine eigene Aufgabe; wir beschreiben sie auf unserer Seite zur Anzeigenverifizierung.

Reicht die Suche über ein VPN?

Ein VPN leitet Ihren gesamten Internetverkehr über einen Server in einem anderen Land. Ihre IP-Adresse ändert sich tatsächlich, Google sieht Sie also in diesem Land; Anzeigen und lokale Ergebnisse richten sich danach. Für eine gelegentliche Kontrolle genügt das. Es gibt drei Schwachstellen:

  • Geteilte IP. Bei Consumer-VPNs nutzen viele Personen gleichzeitig dieselbe Ausgangsadresse. Google kann bei Suchen von diesen Adressen eine Sicherheitsabfrage einblenden. Warum sie erscheint, erklären wir in unserem Beitrag zur Google-Meldung über ungewöhnlichen Datenverkehr.
  • Rechenzentrumsadresse. VPN-Server stehen in Rechenzentren. Sie sehen die Seite, die jemand mit Rechenzentrumsanschluss sieht, nicht die eines Privatnutzers in diesem Land.
  • Städtewahl. Die Auswahl ist auf die Serverliste des VPN-Anbieters beschränkt. „Niederlande“ gibt es, „Groningen“ meist nicht.

Ein VPN wirkt außerdem auf den ganzen Computer: Auch Ihre E-Mail- und Banking-Sitzungen scheinen aus einem anderen Land zu kommen. Ein Proxy arbeitet nur in dem Browserprofil, in dem Sie ihn einrichten. Den Unterschied zwischen beiden Techniken vergleichen wir in Proxy und VPN im Vergleich.

Wie läuft die Kontrolle mit einem standortgenauen Proxy ab?

Bei dieser Methode erreicht Ihr Browser Google über die IP-Adresse eines echten Privatanschlusses im Zielland und auf Wunsch in der Zielstadt. Google sieht einen gewöhnlichen Nutzer an diesem Standort. Für eine Fachkraft, die einige kritische Suchanfragen von Hand prüft, sieht der Aufbau so aus:

  1. Legen Sie ein eigenes Browserprofil an. Erstellen Sie in Chrome ein neues Profil oder in Firefox ein separates Profil. Melden Sie sich nicht mit einem Google-Konto an und installieren Sie keine Erweiterungen.
  2. Hinterlegen Sie den Proxy nur in diesem Profil. Wählen Sie im Dashboard Ihres Anbieters das Zielland und bei Bedarf die Stadt und tragen Sie die angegebene Adresse samt Port im Profil ein. Den Weg über die Systemeinstellungen finden Sie in Proxy-Einstellungen in Windows und Chrome einrichten.
  3. Prüfen Sie, wo die IP verortet wird. Kontrollieren Sie vor der Suche auf einer IP-Prüfseite Land und Stadt. Die Schritte stehen in Funktioniert mein Proxy? So testen Sie einen Proxy.
  4. Stellen Sie die Browsersprache auf die Zielgruppe ein. Wenn Sie sehen möchten, was ein niederländischsprachiger Nutzer in den Niederlanden sieht, stellen Sie die Sprache des Profils auf Niederländisch.
  5. Führen Sie die Suche aus und schauen Sie ganz unten auf die Seite. Dort nennt Google den geschätzten Standort und dessen Quelle. Stehen dort die Zielstadt und „Laut meiner IP-Adresse“, funktioniert der Aufbau.
  6. Halten Sie fest, was Sie gesehen haben. Machen Sie einen Screenshot mit Datum, Suchanfrage, Standort und Gerät; ein einzelner Blick kann morgen anders ausfallen.

Warum eine Residential-IP? Der Grund ist der zweite Punkt im VPN-Abschnitt: Eine Adresse, die zu einem Privatanschluss gehört, stammt aus den Netzen, über die echte Nutzer in diesem Land online gehen. Einsatzszenarien für SEO-Teams finden Sie auf unserer Seite SEO-Proxy. Residential-Proxy unterstützt Targeting auf Länder- und Stadt-Ebene; welche Städte in welchen Ländern wählbar sind, sehen Sie auf den Standortseiten, zum Beispiel auf der Seite Niederlande. Den Unterschied zwischen den beiden Adresstypen erläutert unser Beitrag ISP- oder Residential-Proxy.

Wie prüfen Sie Ergebnisse auf Stadtebene?

Bei Suchanfragen mit lokaler Absicht wie „tandarts“ (Zahnarzt), „slotenmaker“ (Schlüsseldienst) oder „autoverhuur“ (Autovermietung) reicht die Länderebene nicht; die Ergebnisse in Amsterdam und Rotterdam unterscheiden sich. Es gibt drei Wege auf die Stadtebene:

  • Die Stadt in die Suchanfrage schreiben. Das ist Googles eigener Vorschlag: Sie fügen den Ort der Suche hinzu („tandarts Rotterdam“). Das geht schnell, aber Sie messen nun eine andere Suchanfrage: Ein Nutzer in Rotterdam sucht, ohne den Stadtnamen zu tippen.
  • Die Standortangabe des Browsers ändern (für Fortgeschrittene). Der Bereich „Sensoren“ in den Chrome-Entwicklertools ersetzt den an Websites gemeldeten Standort durch eine der voreingestellten Städte oder durch von Hand eingegebene Koordinaten. Der Bereich ändert nur die Antwort des Browsers auf eine Standortfreigabe, Ihre IP-Adresse bleibt unberührt. Haben Sie Google keine Standortfreigabe erteilt, bewirkt er nichts; haben Sie sie erteilt, zeigt Ihre IP auf Deutschland und Ihr Browser auf Rotterdam, und es entsteht eine Mischung, die keinem echten Nutzer entspricht.
  • Proxy mit Stadt-Targeting. IP-Adresse und Browsersprache passen beide zur Zielstadt. Die Standortzeile unten auf der Seite bestätigt die Stadt.

Der letzte Weg kommt der Lage des echten Nutzers am nächsten. IP-Standortdatenbanken nennen nicht immer dieselbe Stadt, überspringen Sie deshalb die Kontrolle am Seitenende aus Schritt fünf nicht.

Wo liegt die Grenze der Kontrolle von Hand?

Fünf Keywords in drei Ländern einmal im Monat zu prüfen, ist Arbeit im menschlichen Maßstab. Fünfhundert Keywords jeden Tag zu prüfen, ist es nicht, und die Lösung besteht auch nicht darin, dasselbe per Skript zu tun. Googles Spamrichtlinien werten das Senden automatisierter Anfragen ohne Erlaubnis und das Scraping von Ergebnissen zur Rangprüfung ausdrücklich als Verstoß.

Für regelmäßiges, breites Tracking gibt es zwei legitime Quellen. Für Ihre eigene Website liefern der Leistungsbericht und die API der Search Console die Aufschlüsselung nach Ländern aus echten Nutzerdaten, kostenlos. Für Wettbewerber- und Städtedaten kommen Dienste zum Einsatz, die Suchergebnisdaten lizenziert bereitstellen. Die Einrichtung der Search Console API und den Vergleich dieser Quellen beschreiben wir in unserem Beitrag zum Rank-Tracking. Die Kontrolle von Hand ersetzt diese Daten nicht, sie ergänzt sie: Sie sehen mit eigenen Augen, wie ein Rückgang im Bericht auf der Seite aussieht.

Wer führt diese Kontrolle durch, und wofür?

  • Exportierende Onlineshops: Sehen, welche Wettbewerber bei Kategoriesuchen im Zielmarkt erscheinen und mit welchem Preis- und Lieferversprechen. Den Aufbau für Vergleiche nach Märkten beschreibt unsere Seite Marktforschung.
  • SEO-Fachleute: Prüfen, ob eine neu gestartete Sprachversion in diesem Land mit der richtigen URL gelistet wird; erscheint in den Niederlanden die falsche Sprachversion, ist das meist ein hreflang-Problem. Zur Wahl des Anbieters siehe Proxys für SEO-Tools im Vergleich.
  • Werbetreibende und Agenturen: Für die eigene Anzeige die Anzeigenvorschau, für Platzierungen auf Publisher-Websites die Anzeigenverifizierung.
  • Lokalisierungsteams: Testen, ob die Website beim Aufruf aus diesem Land die richtige Sprache, Währung und den richtigen Cookie-Hinweis zeigt. Details stehen auf unserer Seite Lokalisierungstests.
  • Markeninhaber: Beobachten, wer den Markennamen in anderen Ländern als Anzeigen-Keyword nutzt und ob gefälschte Shops auftauchen. Diese Aufgabe beschreibt unsere Seite Markenschutz.

Häufige Fehler

  • Im angemeldeten Browser prüfen. Der Verlauf Ihres Kontos beeinflusst das Ergebnis; zudem fließen die im Konto hinterlegten Privat- und Arbeitsadressen in die Standortschätzung ein.
  • Annehmen, das Inkognitofenster verberge den Standort. Ein Inkognitofenster trennt Cookies und Verlauf, Ihre IP-Adresse ändert es nicht. Google sieht Sie weiterhin in Deutschland.
  • Dieselbe Suchanfrage immer wieder ausführen, um eine Anzeige zu sehen. Impressionen sammeln sich, die Klickrate sinkt. Dafür gibt es die Anzeigenvorschau.
  • Zur Kontrolle auf Anzeigen klicken. Bei Ihrer eigenen Anzeige geben Sie Ihr Budget aus, bei einer fremden erzeugen Sie einen ungültigen Klick.
  • Adressen aus kostenlosen Proxy-Listen ausprobieren. Bei diesen Adressen blendet Google bei fast jeder Suche eine Sicherheitsabfrage ein, und Sie wissen nicht, durch wessen Hände Ihr Datenverkehr läuft. Die Risiken führen wir in unserem Beitrag dazu auf, ob kostenlose Proxys sicher sind.
  • Einen einzelnen Blick als Ranking-Daten werten. Was Sie sehen, ist das Ergebnis dieses Moments, dieses Standorts und dieses Geräts.

Entscheidungshilfe

Ihr BedarfEmpfehlung
Schneller Blick auf die Ergebnisse eines anderen LandesRegion in den Sucheinstellungen oder die Parameter gl und hl
Suche in einer anderen Sprache im selben Land sehengl fest, hl variabel
Prüfen, ob die eigene Google Ads-Anzeige erscheintAnzeigenvorschau und -diagnose
Organische Ergebnisse und Seitenaufbau wie ein Nutzer in diesem Land sehenSauberes Profil, Residential-Proxy mit Ausgang im Zielland
Lokale Ergebnisse Stadt für Stadt prüfenSauberes Profil, Residential-Proxy mit Stadt-Targeting
Ein- bis zweimal im Monat, ein Land, geringe GenauigkeitEin VPN kann genügen
Hunderte Keywords regelmäßig beobachtenSearch Console API und ein lizenzierter SERP-Datendienst; keine Suche von Hand oder per Skript

Häufige Fragen

Sehe ich niederländische Ergebnisse, wenn ich google.nl öffne?

Nein. Google bestimmt lokale Ergebnisse seit 2017 nicht nach der Domain, sondern nach Ihrem Standort, und leitet die Länderdomains auf google.com um.

Verbirgt das Inkognitofenster meinen Standort?

Nein. Das Inkognitofenster nimmt Ihre Anmeldung und Ihren Suchverlauf aus dem Spiel und verringert damit die Personalisierung. Ihre IP-Adresse bleibt gleich, Google schätzt Ihren Standort also weiterhin; das sehen Sie in der Standortzeile unten auf der Seite.

Gibt es einen Unterschied zwischen den Parametern gl und hl und der Regionseinstellung?

Beide geben ein Signal derselben Art: Sie sagen Google, die Ergebnisse welches Landes Sie möchten. Die Regionseinstellung ist dauerhaft und gilt für alle Ihre Suchen, bis Sie sie ändern. Die Parameter gelten nur für diese eine Adresse und lassen Sie die Sprache unabhängig vom Land wählen.

Wie sehe ich die Anzeigen meines Wettbewerbers in einem anderen Land?

Die Anzeigenvorschau diagnostiziert nur Ihr eigenes Konto. Um die Anzeigen zu sehen, die ein Wettbewerber in diesem Land schaltet, führen Sie die Suche einmal über eine Verbindung aus, die in diesem Land ins Netz geht, und halten das Ergebnis fest. Klicken Sie nicht auf die Anzeige; Text, Erweiterungen und die angezeigte URL sind auf der Ergebnisseite ohnehin lesbar.

Funktionieren dieselben Methoden auch auf dem Smartphone?

Die Regionseinstellung gibt es auch in der Google App; den Pfad haben wir oben genannt. Die Parameter funktionieren auch im mobilen Browser. Anders ist auf dem Smartphone, dass die Standortfreigabe meist aktiv ist: Google kann den vom Gerät gemeldeten Standort über die IP-Adresse stellen. Um die mobile Ergebnisseite zu prüfen, können Sie die mobile Ansicht eines Desktop-Browsers in einem Profil ohne Standortfreigabe verwenden.

Blendet Google eine Sicherheitsabfrage ein, wenn ich über einen Proxy suche?

Das kann passieren. Die Sicherheitsabfrage erscheint, wenn von derselben IP-Adresse in kurzer Zeit viele Suchen kommen oder wenn die Adresse zuvor für automatisierten Datenverkehr genutzt wurde. Wer einige Suchanfragen von Hand ausführt, begegnet ihr selten; erscheint sie doch, lösen Sie sie selbst und machen weiter. Erscheint sie bei fast jeder Suche, wurde die Adresse sehr wahrscheinlich von anderen stark genutzt.

Fazit

Google-Ergebnisse ändern sich mit Standort, Sprache, Anmeldeverlauf und Gerät; die Länderdomain zu wechseln, bewirkt nichts mehr. Für einen schnellen Blick genügen die Regionsauswahl in den Sucheinstellungen oder die Parameter gl und hl, doch solange Ihre IP-Adresse in Deutschland bleibt, sind Anzeigen und lokale Ergebnisse nicht verlässlich. Nutzen Sie für Ihre eigene Anzeige die Anzeigenvorschau und -diagnose und kontrollieren Sie Anzeigen nicht per Klick. Wenn Sie organische Ergebnisse und den Seitenaufbau mit den Augen eines Nutzers im Zielland oder in der Zielstadt sehen möchten, führen Sie einige Suchanfragen von Hand aus, abgemeldet in einem sauberen Profil und mit einer Residential-IP, die an diesem Standort ins Netz geht; das breite, regelmäßige Tracking überlassen Sie der Search Console API. Standortgenaue Optionen finden Sie bei unseren Proxy-Diensten.

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