Residential- oder Mobile-Proxy: der Vergleich

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Autor: PXNET
Residential- und Mobile-Proxys im Vergleich

Beim Kauf steht früh die Frage: Residential oder Mobile? Beide liefern Adressen echter Anschlüsse und damit eine hohe Glaubwürdigkeit. Sie unterscheiden sich aber darin, woher die Adresse stammt, wie viele Menschen sie zugleich benutzen und was ein Gigabyte kostet.

Was ein Residential-Proxy ist

Residential-Proxy sind Adressen, die ein Internetanbieter — Türk Telekom, Superonline, Cogent, Vodafone und andere — einem Haushalt zuweist: die Adresse am DSL-, Kabel- oder Glasfaseranschluss. Eine IP-Abfrage meldet als ASN einen Zugangsanbieter, nicht ein Rechenzentrum.

Was ein Mobile-Proxy ist

Mobile-Proxy sind Adressen, die Mobilfunkanbieter über ihre 4G- und 5G-Netze vergeben. Der Unterschied zum Festnetz ist nicht die Technik der Verbindung, sondern die Zahl der Menschen hinter einer Adresse.

Während eine Festnetzadresse zu einem Haushalt gehört, verteilen Mobilfunknetze eine öffentliche Adresse über CGNAT auf sehr viele Teilnehmer gleichzeitig. Das ist kein Fehler, sondern der Grund, warum sich mit einem begrenzten IPv4-Vorrat Millionen Geräte anbinden lassen — und es ist zugleich der Grund, warum eine solche Adresse kaum dauerhaft gesperrt wird: Wer sie sperrt, sperrt echte Kundschaft mit.

Der Vergleich

ResidentialMobile (4G/5G)
Herkunft der AdresseFestnetzanschlüsse (DSL, Kabel, Glasfaser)Mobilfunknetze über die Funkzellen
Nutzer pro Adressewenige — meist ein Haushaltsehr viele gleichzeitig, per CGNAT
Sperrrisiko für die Adressemittel: eine einzelne IP lässt sich markierengering: eine Sperre träfe zahlende Mobilfunkkunden mit
Verfügbarer Poolder größere der beidenkleiner, dafür schwerer zu sperren
Laufzeitgut, abhängig vom Standortvergleichbar, oft etwas besser an mobilen Zielen
Kosten je Gigabytegünstigerhöher, weil Mobilfunkdaten teurer sind
ProtokolleHTTP/S und SOCKS5HTTP/S und SOCKS5
Stärkegroße Mengen: Scraping, SEO, PreisbeobachtungKonten und Ziele, die Mobilfunk erwarten

Die aktuellen Preise je Produkt stehen auf der jeweiligen Preisseite; sie ändern sich unabhängig von diesem Beitrag.

Wann Residential

  • wenn viele Adressen gebraucht werden und das Budget zählt
  • bei Data Scraping in großem Umfang, wo Durchsatz über alles geht
  • bei der Rangverfolgung in Suchmaschinen aus verschiedenen Ländern
  • bei der Beobachtung von Preisen, Finanzdaten und Shop-Sortimenten über Regionen hinweg
  • wenn das Ziel ohnehin über einen gewöhnlichen Festnetzanschluss erreichbar ist

Wann Mobile

  • bei Plattformen, deren Prüfungen besonders streng sind und die überwiegend mobil genutzt werden
  • wenn die Zielanwendung selbst eine App ist und Verkehr außerhalb des Mobilfunknetzes auffällt
  • wenn Sie Konten betreuen, die von einem Mobilgerät aus angelegt wurden

Was wirklich zählt

Beide Typen sind Privatkunden-Adressen, und viele Anbieter vergeben Festnetz- und Mobilfunkadressen sogar unter demselben ASN — von außen sieht das nach einem Netz aus. Der Unterschied liegt im Mengenverhältnis: Eine Adresse hinter einem Haushalt ist sperrbar, eine Adresse hinter Tausenden Teilnehmern praktisch nicht.

Daraus folgt eine einfache Regel: Ist das Ziel mobil geprägt, nehmen Sie Mobile. Ist es das nicht, erledigt Residential dieselbe Arbeit zu geringeren Kosten.

Nicht der teuerste Proxy bringt das Ergebnis, sondern der zum Vorhaben passende. Welcher das ist, klären wir vor dem Kauf — Ausgangspunkt ist die Produktübersicht.

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