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title: "VPN oder Proxy erkannt: Was bedeutet die Fehlermeldung?"
description: "Die Meldung zeigt, dass die Website Ihre IP-Adresse einem Rechenzentrum oder VPN-Netz zuordnet. Wir nennen die Ursachen, die Rolle des IP-Typs und die Schritte."
url: https://proxynet.io/de/blog/vpn-or-proxy-detected
date: 2026-09-19
author: "Enver Kaya"
category: "Proxy 101, Anleitungen"
lang: de
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# VPN oder Proxy erkannt: Was bedeutet die Fehlermeldung?

Sie möchten eine Serie starten, einen Livestream öffnen oder in einem Onlineshop bezahlen, und auf dem Bildschirm steht „VPN oder Proxy erkannt“. Manche Websites formulieren dieselbe Warnung als „Sie scheinen ein VPN oder einen Proxy zu verwenden“, andere als „Anonymer Proxy erkannt“, englische Oberflächen als „Anonymous proxy detected“. Das Merkwürdige daran: Ein Teil der Menschen, die diese Meldung sehen, nutzt in diesem Moment weder ein VPN noch einen Proxy.

In diesem Beitrag erklären wir, was die Warnung bedeutet, anhand welcher Signale Websites eine Verbindung als „VPN oder Proxy“ einstufen und warum Sie die Meldung bekommen können, obwohl Sie nie ein VPN verwendet haben. Danach folgt eine Checkliste mit Menüpfaden. Der letzte Abschnitt richtet sich an Teams, die Proxys beruflich einsetzen, etwa für Anzeigenprüfung oder Lokalisierungstests.

> **Hinweis: Kurzantwort**
>
> Die Warnung „VPN oder Proxy erkannt“ gilt nicht Ihrem Konto, sondern der IP-Adresse, mit der Sie ins Internet gehen. Die Website hat Ihre Adresse in einer IP-Datenbank abgefragt und sie einem VPN-Anbieter, einem Hosting-Unternehmen oder einem bekannten Proxy-Netz zugeordnet. Ist eine VPN-App, eine Browsererweiterung, das eingebaute VPN des Browsers, das VPN im Virenschutz, iCloud Privat-Relay oder eine vergessene Proxy-Einstellung im System aktiv, schalten Sie sie aus und laden Sie die Seite neu. Ist nichts davon aktiv, versuchen Sie es mit einem anderen Netz; liegt das Problem an der Adresse selbst, führt der Weg über Ihren Internetanbieter und den Support der Website.

## Was bedeutet die Warnung „VPN oder Proxy erkannt“?

Jede Website sieht ihre Besucher zuerst als IP-Adresse. Die IP-Adresse ist die Netzadresse des Geräts, mit dem Sie sich verbinden, und wem sie gehört, lässt sich weitgehend aus öffentlichen Registern ablesen. Die Website, die die Warnung zeigt, hat sich diese Adresse angesehen und ist zu dem Schluss gekommen: „Diese Verbindung kommt nicht aus einem Haushalt oder von einem Mobiltelefon, sondern von einem zwischengeschalteten Server.“

Websites interessiert das aus unterschiedlichen Gründen. Streamingdienste lizenzieren Inhalte Land für Land und müssen wissen, wo sich die Zuschauer tatsächlich befinden. Banken bewerten das Betrugsrisiko nach der Herkunft der Verbindung; Spiele und Ticketportale nutzen dieselbe Prüfung gegen Cheating und automatisierte Käufe.

Um die Meldung richtig zu lesen, reichen drei Punkte:

- **Ihr Konto wurde nicht bestraft.** Die Entscheidung betrifft die Verbindung. Deshalb verschwindet die Warnung, wenn Sie sich mit demselben Konto aus einem anderen Netz anmelden.
- **Die Entscheidung ist Sache der Website.** Dieselbe IP-Adresse kann auf einer Website problemlos funktionieren und auf einer anderen eine Warnung auslösen, weil jede Website eine andere Datenbank und einen anderen Schwellenwert verwendet.
- **Fehlalarme kommen vor.** Die Datenbanken beruhen auf Schätzungen. Ein veralteter Eintrag oder die Spur eines früheren Nutzers der Adresse kann auch jemanden auf diesen Bildschirm bringen, der nie ein VPN verwendet hat.

## Was heißt „Anonymer Proxy erkannt“?

Das ist eine andere Schreibweise derselben Warnung. Ein „anonymer Proxy“ ist ein Vermittlungsserver, der der besuchten Website nicht Ihre, sondern seine eigene Adresse zeigt. IP-Datenbanken fassen VPNs, öffentliche Proxys und Tor-Ausgänge meist unter einer einzigen Überschrift „anonymes Netzwerk“ zusammen. Sieht die Website diese Überschrift, schreibt sie ohne weitere Unterscheidung „Anonymer Proxy erkannt“ oder „Anonymous proxy detected“.

Dass in der Meldung „Proxy“ steht, heißt also nicht, dass auf Ihrem Computer zwingend eine Proxy-Einstellung vorhanden ist; wer ein VPN nutzt, sieht denselben Satz. Was die Einteilung in transparente, anonyme und Elite-Proxys bedeutet, erklären wir gesondert im Beitrag [Transparente, anonyme und Elite-Proxys](/de/blog/anonymous-proxy-levels).

## Woran erkennen Websites, dass Sie ein VPN oder einen Proxy nutzen?

Die Prüfung ist eine Abfrage, die im Hintergrund läuft, bevor die Seite geladen wird. Die Schritte sehen ungefähr so aus:

1. **Die Website nimmt Ihre IP-Adresse.** Die Adresse liegt ihr vor, sobald die Verbindung steht; sie muss Sie dafür um nichts bitten.
1. **Sie fragt die Adresse in einer IP-Intelligence-Datenbank ab.** Diese Datenbanken führen zu jeder Adresse eine Reihe von Kennzeichen. Die [Anonymous-IP-Datenbank](https://dev.maxmind.com/geoip/docs/databases/anonymous-ip/) von MaxMind markiert zum Beispiel getrennt, ob eine Adresse auf einen anonymen VPN-Anbieter registriert ist, ob sie einem Hosting-Anbieter gehört und ob sie ein öffentlicher Proxy oder ein Tor-Ausgangsknoten ist.
1. **Sie prüft, wem die Adresse gehört.** Jeder IP-Block ist auf eine Organisation registriert. Gehört der Block einem Internetanbieter, gilt die Verbindung als „Privat- oder Mobilfunknutzer“; gehört er einem Cloud- oder Hosting-Unternehmen, gilt sie als „Server“. Wie dieser Eintrag (die ASN) gelesen wird, steht im Beitrag [ISP-Proxys und Residential-Proxys im Vergleich](/de/blog/isp-vs-residential-proxy).
1. **Sie liest die Anfrage-Header.** Manche Proxys fügen der Anfrage Zeilen hinzu, die sie verraten. Der HTTP-Standard beschreibt, dass Vermittler den Header `Via` ergänzen ([RFC 9110, Abschnitt 7.6.3](https://www.rfc-editor.org/rfc/rfc9110.html#name-via)). Eine Anfrage mit diesem Header sagt selbst, dass ein Server dazwischensteht.
1. **Sie achtet auf Stimmigkeit.** Zeigt die IP-Adresse nach Deutschland, die Zeitzone des Browsers aber nach Istanbul, oder verrät der Browser die echte Adresse auf einem anderen Weg, vermerkt die Website diesen Widerspruch. Wie solche Lecks entstehen, erklärt der Beitrag [WebRTC- und DNS-Lecks](/de/blog/webrtc-dns-leak).
1. **Sie entscheidet.** Das Ergebnis hängt von der Website ab: Manche zeigen nur eine Warnung, manche verlangen eine zusätzliche Bestätigung, manche öffnen den Inhalt gar nicht.

Die Tabelle fasst diese Signale zusammen und zeigt, bei wem jedes davon einen Fehlalarm auslösen kann.

| Signal | Worauf achtet die Website? | Bei wem gibt es Fehlalarm? |
|---|---|---|
| VPN- oder Proxy-Kennzeichen | Ist die Adresse in der Datenbank auf einen VPN-Anbieter oder ein bekanntes Proxy-Netz registriert? | Kunden, die eine Adresse aus einem Block bekommen, den früher ein VPN-Unternehmen genutzt hat |
| Inhaber der Adresse | Gehört der Block einem Internetanbieter oder einem Hosting-Unternehmen? | Wer über ein Firmennetz, ein cloudbasiertes Sicherheits-Gateway oder einen Remote-Desktop ins Netz geht |
| Anfrage-Header | Gibt es Vermittlerzeilen wie `Via`? | Wer im Firmen- oder Schulnetz hinter einem Pflicht-Proxy sitzt |
| Stimmigkeit des Standorts | Passen das Land der IP und Zeitzone, Sprache und DNS zusammen? | Reisende im Ausland, Menschen, die die Zeitzone ihres Telefons von Hand einstellen |
| Vorgeschichte der Adresse | Kam von dieser Adresse schon automatisierter oder missbräuchlicher Traffic? | Wer sich eine Adresse mit vielen anderen Kunden teilt |

Keine Zeile der Tabelle ist für sich allein ein sicherer Beweis. Websites bewerten meist mehrere Signale gemeinsam; wie diese Bewertung zu lesen ist, behandeln wir im Beitrag [Was ist ein IP Fraud Score?](/de/blog/ip-fraud-score).

## „Ich nutze kein VPN, aber es wird eins erkannt“: warum?

Wer sagt „Ich nutze kein VPN, aber es wird eins erkannt“, hat oft doch etwas eingeschaltet, das den Traffic über einen anderen Server leitet; es heißt nur nicht VPN. Häufige Ursachen sind:

- **Eine Browsererweiterung.** Kostenlose VPN-, Proxy- oder „Land wechseln“-Erweiterungen leiten den Browser-Traffic über eigene Server. Schon eine vor Jahren installierte und vergessene Erweiterung genügt.
- **Das eingebaute VPN des Browsers.** Manche Browser bringen eine eigene VPN-Funktion mit. Das in den Einstellungen aktivierbare [kostenlose VPN von Opera](https://help.opera.com/de/latest/features/) ist das bekannte Beispiel.
- **Das VPN im Virenschutz.** Ein Teil der Sicherheitspakete enthält ein VPN, und es kann nach der Installation eingeschaltet sein. Auch die Hilfeseite von Netflix nennt diese Möglichkeit eigens.
- **iCloud Privat-Relay.** Diese Funktion des iCloud+-Abos von Apple leitet den Safari-Traffic über zwei getrennte Relays und zeigt der Website statt Ihrer echten IP-Adresse eine vorübergehende Adresse. Apple weist auf der [Seite zu Privat-Relay](https://support.apple.com/de-de/102602) darauf hin, dass manche Websites in diesem Fall zusätzliche Schritte verlangen können.
- **Eine im System verbliebene Proxy-Einstellung.** Eine alte Einstellung vom Arbeitsplatz, eine von einem Programm eingetragene Adresse oder eine von Schadsoftware geschriebene Proxy-Zeile kann unbemerkt in Windows stehen.
- **Firmen-, Schul- oder Wohnheimnetz.** Organisationen stellen das Internet meist über einen zentralen Sicherheitsserver bereit. Für eine Website, die von außen schaut, ist das eine Verbindung aus einem Rechenzentrum.
- **Adressteilung beim Anbieter.** Mobilfunkanbieter und manche Festnetzanbieter bündeln viele Kunden hinter einer einzigen öffentlichen Adresse. Hat der Traffic eines anderen den Ruf der Adresse beschädigt, erscheint die Warnung auch bei Ihnen. Diese Technik heißt CGNAT; die Einzelheiten stehen im Beitrag [Was ist CGNAT?](/de/blog/what-is-cgnat).
- **Ein falscher oder veralteter Datenbankeintrag.** IP-Blöcke wechseln den Besitzer. Ein Block, den gestern ein Hosting-Unternehmen nutzte, kann heute einem Internetanbieter gehören, und die Datenbank bemerkt das mit Verzögerung. Dieselbe Verzögerung gibt es bei Standortdaten: Der Beitrag [IP-Standort falsch?](/de/blog/ip-geolocation-accuracy) erklärt die Gründe.

Die ersten fünf Punkte haben Sie selbst in der Hand, und sie sind in wenigen Minuten geprüft. Die letzten drei betreffen Ihr Netz; dort geht es darum, sich an die richtige Stelle zu wenden.

## Führen Sie zuerst diese Prüfungen durch

Gehen Sie die Schritte der Reihe nach durch und laden Sie die Seite nach jedem Schritt neu.

### 1. Ist ein VPN eingeschaltet?

Sehen Sie unter Windows in **Einstellungen > Netzwerk & Internet > VPN** nach; ist ein VPN verbunden, trennen Sie es. Auf dem iPhone gehen Sie zu **Einstellungen > Allgemein > VPN und Geräteverwaltung > VPN**. Unter Android steht der VPN-Eintrag je nach Hersteller unter **Verbindungen** oder **Netzwerk & Internet**.

### 2. Prüfen Sie die Browsererweiterungen

Öffnen Sie in Chrome rechts oben das Dreipunkt-Menü und wählen Sie **Erweiterungen > Erweiterungen verwalten** ([Chrome-Hilfeseite](https://support.google.com/chrome_webstore/answer/2664769?hl=de)). Schalten Sie jede Erweiterung aus, in deren Namen VPN, Proxy, „unblock“ oder ein Ländername vorkommt. Der schnellste Test ist ein Inkognitofenster: Erweiterungen laufen dort standardmäßig nicht. Öffnet sich die Website im Inkognitofenster, ist sehr wahrscheinlich eine Erweiterung verantwortlich.

### 3. Schalten Sie das VPN von Browser und Virenschutz aus

Wenn Sie Opera verwenden, schalten Sie in den Einstellungen im Bereich Datenschutz und Sicherheit den VPN-Schalter aus. Ist auf Ihrem Computer ein Sicherheitspaket installiert, prüfen Sie, ob dessen Oberfläche einen Bereich namens „VPN“ enthält.

### 4. Sehen Sie sich die Proxy-Einstellung in Windows an

Öffnen Sie **Einstellungen > Netzwerk & Internet > Proxy**. Ist unter **Manuelle Proxyeinrichtung** der Schalter **Proxyserver verwenden** aktiv und haben Sie das nicht selbst eingestellt, schalten Sie ihn aus. Steht in der Zeile **Setupskript verwenden** eine Adresse, die Sie nicht kennen, schalten Sie auch diese aus. Die Optionen erklärt die Microsoft-Seite [Verwenden Sie einen Proxy-Server in Windows](https://support.microsoft.com/de-de/windows/experience/connectivity-networking/use-a-proxy-server-in-windows). Wo dieselbe Einstellung auf Mac, iPhone und Android liegt, steht im Beitrag [Proxy-Serveradresse: Was sie ist und wo Sie sie finden](/de/blog/find-proxy-server-address), die Einzelheiten zu Windows und Chrome im Beitrag [Proxy-Einstellungen in Windows und Chrome einrichten](/de/blog/windows-chrome-proxy-settings).

### 5. Schalten Sie iCloud Privat-Relay für dieses Netz aus

Tippen Sie auf dem iPhone oder iPad unter **Einstellungen > WLAN** neben dem verbundenen Netz auf die Infotaste und schalten Sie **Tracking der IP-Adresse beschränken** aus. Auf dem Mac erreichen Sie denselben Schalter unter **Systemeinstellungen > Netzwerk** über die Taste **Details** des verwendeten Netzes. Die Schritte stehen auf der Apple-Seite [iCloud Privat-Relay verwalten](https://support.apple.com/de-de/102022). Erscheint die Warnung nur in Safari und nicht in einem anderen Browser, ist das sehr wahrscheinlich die Ursache.

### 6. Versuchen Sie ein anderes Netz, starten Sie dann den Router neu

Verbinden Sie den Computer mit dem mobilen Hotspot Ihres Telefons oder schalten Sie am Telefon das WLAN aus und gehen Sie über mobile Daten hinein. Verschwindet die Warnung, liegt das Problem nicht am Gerät, sondern an der Adresse, mit der das erste Netz ins Internet geht. Bleibt die Warnung in jedem Netz bestehen, ist auf dem Gerät noch etwas eingeschaltet; gehen Sie zurück zu den ersten fünf Schritten.

Liegt das Problem im Heimnetz, schalten Sie den Router aus, warten Sie eine halbe Minute und schalten Sie ihn wieder ein; bei vielen Anschlüssen bekommt der Router beim erneuten Verbinden eine andere Adresse. In welchen Fällen das hilft, steht im Beitrag [IP-Adresse ändern](/de/blog/how-to-change-ip-address).

### 7. Schreiben Sie Ihrem Internetanbieter und der Website

Wenn Sie bis hierher gekommen sind, ist Ihre Adresse sehr wahrscheinlich in einer Datenbank falsch gekennzeichnet. Notieren Sie auf einer „Meine IP“-Seite Ihre Adresse und das angezeigte Land. Die Hilfeseite von Netflix empfiehlt denselben Weg: Sie sollen sich mit der notierten IP-Adresse und dem Land an Ihren Internetanbieter wenden. Geben Sie dieselben Angaben auch an den Support der Website weiter, die die Warnung zeigt; er kann den Fehlalarm auf seiner Seite korrigieren.

## Wie sieht die Meldung bei Netflix, Twitch, YouTube und in Spielen aus?

Der Wortlaut ändert sich je nach Plattform, die Prüfung dahinter ist dieselbe.

| Plattform | Was steht auf dem Bildschirm? | Was bedeutet es, was ist zu tun? |
|---|---|---|
| Netflix | „Sie scheinen ein VPN oder einen Proxy zu verwenden. Bitte schalten Sie derartige Dienste aus und versuchen Sie es erneut.“ | Ihre Verbindung scheint von einem anderen Ort zu kommen als dem, an dem Sie sich befinden. Schalten Sie VPN und Proxy aus; ist nichts davon aktiv, wenden Sie sich mit den Schritten auf der [Hilfeseite von Netflix](https://help.netflix.com/de/node/277) an Ihren Internetanbieter |
| Twitch | Meist statt einer eigenen VPN-Meldung „2000: Network error“ | Der Player kann sich nicht sauber mit dem Videoserver verbinden. Die [Twitch-Seite zu Wiedergabeproblemen](https://help.twitch.tv/s/article/playback-issue-troubleshooting?language=en_US) empfiehlt, Browsererweiterungen (auch Werbeblocker) auszuschalten und es im Inkognitofenster zu versuchen; ist ein VPN oder Proxy aktiv, ist das Ausschalten die erste Prüfung |
| YouTube | „Melde dich an, um zu bestätigen, dass du kein Bot bist“ | Eine andere Meldung, eine ähnliche Ursache: eine geteilte Adresse. Die Schritte stehen im Beitrag [YouTube-Fehler „Kein Bot“](/de/blog/youtube-not-a-bot-error); das Gegenstück in der Google-Suche behandelt [Google-Fehler „Ungewöhnlicher Datenverkehr“](/de/blog/google-unusual-traffic-error) |
| Onlinespiele | „VPN erkannt, bitte trennen Sie Ihre VPN-Verbindung“ | Das Spiel akzeptiert keine Anmeldungen von VPN- und Serveradressen. Schalten Sie das VPN aus und starten Sie das Spiel neu |
| Bank- und Zahlungsseiten | Ein Hinweis, die VPN- oder Proxy-Verbindung zu trennen, manchmal auch eine abgelehnte Transaktion | Die Betrugsprüfung stuft die Verbindung als riskant ein. Schalten Sie das VPN aus, versuchen Sie es andernfalls über mobile Daten und rufen Sie Ihre Bank an |

Bei Streamingdiensten ist die Lage eindeutig. Netflix schreibt ausdrücklich, dass VPNs bei Live-Events und im werbefinanzierten Tarif nicht unterstützt werden. Bei diesen Diensten ist der legitime Weg, die Warnung loszuwerden, das VPN oder den Proxy auszuschalten; die Prüfung zu umgehen, um den Katalog eines anderen Landes zu sehen, verstößt gegen die Nutzungsbedingungen und ist nicht Thema dieses Beitrags.

## Wenn Sie Proxys beruflich nutzen: Warum macht der IP-Typ einen Unterschied?

Eine Agentur, die Anzeigen prüft, ein E-Commerce-Team, das kontrolliert, wie die eigene Website in anderen Ländern aussieht, oder ein Forschungsunternehmen, das mit Erlaubnis Daten sammelt, begegnet derselben Warnung. Die verwendete Adresse erscheint nämlich im dritten Schritt der oben beschriebenen Abfrage als „Hosting-Unternehmen“.

Der Mechanismus ist folgender: Adressen von **Datacenter-Proxys** stammen aus Blöcken, die auf Cloud- und Hosting-Unternehmen registriert sind. Weil IP-Datenbanken diese Blöcke ohnehin als „Server“ führen, behandeln streng prüfende Websites wie ein Streamingdienst oder eine Zahlungsseite diese Adressen von vornherein gesondert. Adressen, die auf einen Internetanbieter registriert sind, fallen dagegen in dieselbe Klasse wie die Adresse eines gewöhnlichen Kunden. [ISP-Proxy](https://proxynet.io/de/static-isp-residential-proxy) bietet Adressen, die auf einen Internetanbieter registriert sind und fest bleiben; [Residential-Proxy](https://proxynet.io/de/residential-proxy) geht über einen breiten Pool privater Internetanschlüsse hinaus. Die beiden Klassen vergleichen wir im Beitrag [Residential- und Datacenter-Proxy im Vergleich](/de/blog/residential-vs-datacenter-proxy).

Eine Grenze halten wir ausdrücklich fest: Kein IP-Typ ist „nicht erkennbar“. In der oben genannten MaxMind-Datenbank gibt es sogar ein eigenes Kennzeichen für Adressen, die privaten Internetanbietern gehören und im Verdacht stehen, Teil eines Proxy-Netzes zu sein. Der IP-Typ ändert nur das erste Signal, also den Inhaber der Adresse; Header, Zeitzone, Lecks und Anfragetempo liegen in Ihrer Verantwortung. Und kein Adresstyp macht eine Tätigkeit legitim, die die Nutzungsbedingungen der Website nicht erlauben.

In diesem Rahmen wird ein Proxy für folgende Aufgaben sachgerecht eingesetzt:

- **Anzeigenprüfung.** Sie kontrollieren mit den Augen eines Nutzers im Zielland, ob Ihre Anzeige dort und an der richtigen Platzierung erscheint. Einzelheiten stehen auf unserer Seite zur [Anzeigenprüfung](/de/ad-verification).
- **Lokalisierungstests.** Sie öffnen Ihre eigene Website aus verschiedenen Ländern und testen die Anpassung von Preisen, Sprache und Inhalten: [Lokalisierung](/de/localization).

Sehen Sie sich vor Beginn der Arbeit an, wie die Adresse von außen wirkt. Die Schritte zur Prüfung von Standort, Inhaber und Lecks stehen der Reihe nach im Beitrag [Funktioniert mein Proxy? So testen Sie einen Proxy](/de/blog/how-to-test-a-proxy).

## Häufige Fehler

- **Beim Erscheinen der Warnung ein zweites VPN einschalten.** Liegt das Problem darin, dass die Adresse als VPN gekennzeichnet ist, trägt eine andere VPN-Adresse dasselbe Kennzeichen.
- **Adressen aus kostenlosen Proxy-Listen ausprobieren.** Diese Adressen landen als öffentliche Proxys zuerst in den Datenbanken, und es ist unklar, wer Ihren Traffic sieht. Die Risiken beschreiben wir im Beitrag [Sind kostenlose Proxys und Web-Proxy-Seiten sicher?](/de/blog/are-free-proxies-safe).
- **Nur die VPN-App prüfen und den Browser auslassen.** Erweiterung, eingebautes VPN und Privat-Relay laufen im Browser; sie bleiben auch bei ausgeschalteter VPN-App aktiv.
- **Eine unbekannte Proxy-Einstellung ausschalten und weitermachen.** Haben Sie die Zeile nicht geschrieben, hat es ein Programm getan. Solange Sie nicht wissen, welches, kann die Einstellung zurückkommen.

## Entscheidungshilfe

| Ihre Situation | Was tun |
|---|---|
| Eine VPN- oder Proxy-Erweiterung ist aktiv | Ausschalten, Seite neu laden |
| Sie nutzen nie ein VPN, die Warnung erscheint nur in einem Browser | Erweiterungen, das eingebaute VPN des Browsers und Privat-Relay prüfen |
| Die Warnung erscheint in jedem Browser und jeder App auf dem Gerät | VPN-App, VPN des Virenschutzes und Proxy-Einstellung des Systems ansehen |
| Sie erscheint auf allen Geräten zu Hause, über mobile Daten aber nicht | Router neu starten; bleibt sie, IP-Adresse notieren und den Internetanbieter kontaktieren |
| Sie versuchen, bei einem Streamingdienst einen Auslandskatalog zu öffnen | VPN ausschalten; der Dienst zeigt den Katalog des Landes, in dem Sie sich befinden |
| Sie machen Anzeigenprüfung oder Lokalisierungstests | Statt einer auf ein Hosting-Unternehmen registrierten Adresse einen Adresstyp wählen, der auf einen Internetanbieter registriert ist, und vorher testen |

## Häufige Fragen

### Schadet die Warnung „VPN oder Proxy erkannt“ meinem Konto?

Die Warnung selbst ist keine Strafe; die Website weigert sich lediglich, den Inhalt über diese Verbindung zu öffnen. In Bereichen wie Banking und Spielen können wiederholte Anmeldeversuche über ein VPN allerdings zusätzliche Sicherheitsprüfungen auslösen.

### Ich habe das VPN ausgeschaltet. Warum erscheint die Warnung weiter?

Es gibt drei mögliche Gründe. Der Browser verwendet vielleicht noch die alte Sitzung: Schließen Sie die Seite vollständig und öffnen Sie sie neu. Die VPN-App kann aus sein, während eine Erweiterung oder eine Proxy-Einstellung des Systems aktiv geblieben ist. Die letzte Möglichkeit ist, dass Ihre eigene IP-Adresse in einer Datenbank falsch gekennzeichnet ist; das erkennen Sie, indem Sie ein anderes Netz ausprobieren.

### Erkennen Websites immer, dass ich einen Proxy nutze?

Nein, aber „sie erkennen es nie“ wäre ebenso falsch. Die Erkennung ist eine Wahrscheinlichkeitsrechnung: Inhaber der Adresse, Datenbank-Kennzeichen, Header und Stimmigkeitssignale werden gemeinsam bewertet. Adressen, die auf ein Hosting-Unternehmen registriert sind, starten in dieser Rechnung mit einem Nachteil; die übrigen Signale hängen davon ab, wie Sie die Verbindung nutzen.

### Warum erscheint sie über mobile Daten seltener?

Mobilfunkanbieter bündeln viele Kunden hinter wenigen öffentlichen Adressen. Sperrt eine Website eine dieser Adressen, sperrt sie zugleich eine große Zahl echter Nutzer aus, deshalb gehen Websites mit Mobilfunkadressen toleranter um.

### Zeigt die Warnung, dass mein Computer einen Virus hat?

Meistens nicht. Die einzige Ausnahme: Sie sehen in der Proxy-Einstellung von Windows eine Adresse, die Sie nicht eingetragen haben. Manche Schadprogramme ändern diese Einstellung, um den Traffic über eigene Server zu leiten. Sehen Sie eine solche Adresse, schalten Sie die Einstellung aus und prüfen Sie den Computer mit einer aktuellen Sicherheitssoftware.

### Ist es verboten, ein VPN oder einen Proxy zu nutzen?

Ein VPN oder einen Proxy zu nutzen ist für sich genommen nicht verboten; Unternehmen setzen sie täglich für die Arbeit aus der Ferne ein, Teams für Tests und Prüfungen. Entscheidend ist, wofür Sie sie nutzen: Schränken die Nutzungsbedingungen einer Website den Zugriff per VPN ein, gilt auf dieser Website diese Regel. Den Unterschied zwischen den beiden Werkzeugen finden Sie im Beitrag [Proxy und VPN im Vergleich](/de/blog/proxy-vs-vpn).

## Fazit

„VPN oder Proxy erkannt“ und „Anonymer Proxy erkannt“ sind zwei Schreibweisen derselben Prüfung: Die Website hat Ihre IP-Adresse in einer Datenbank abgefragt und sie einem VPN, einem Proxy-Netz oder einem Hosting-Unternehmen zugeordnet. Wenn Sie nie ein VPN nutzen, prüfen Sie Browsererweiterungen, eingebaute VPNs, iCloud Privat-Relay und die Proxy-Einstellung in Windows und versuchen Sie es dann mit einem anderen Netz. Liegt das Problem an der Adresse selbst, wenden Sie sich an Ihren Internetanbieter und an die Website. Bei Streamingdiensten ist der legitime Weg, das VPN auszuschalten. Wenn Sie Proxys für Aufgaben wie Anzeigenprüfung oder Lokalisierungstests nutzen, bestimmt der Inhaber der Adresse das erste Signal; die passenden Adresstypen können Sie auf der Seite [unsere Proxy-Dienste](/de/proxy) vergleichen.
