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title: "Proxy auf dem Android-Smartphone einrichten: So geht es"
description: "Auf Android wird ein Proxy in den erweiterten Optionen jedes WLANs gesetzt. Wir zeigen die Menüpfade bei Samsung und Xiaomi sowie die Felder Hostname und Port."
url: https://proxynet.io/de/blog/android-proxy-settings
date: 2026-09-19
author: "Enver Kaya"
category: "Anleitungen, Integration"
lang: de
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# Proxy auf dem Android-Smartphone einrichten: So geht es

Sie haben einen Proxy gekauft, oder Ihre Schule oder Ihr Arbeitgeber hat Ihnen eine Proxy-Adresse gegeben. Am Computer wissen Sie, wo die Einstellung liegt, doch auf dem Smartphone haben Sie die Einstellungen-App von oben bis unten durchsucht und keine Zeile namens „Proxy“ gefunden. Wenn Sie sie endlich finden, warten zwei leere Felder: „Proxy-Hostname“ und „Proxy-Port“. Eine Stelle für Nutzername und Passwort gibt es gar nicht.

In diesem Beitrag erklären wir, wo die Proxy-Einstellung auf einem Android-Smartphone liegt, welcher Weg auf reinem Android, bei Samsung und bei Xiaomi dorthin führt und was in die beiden Felder gehört. Danach nennen wir die Grenzen dieser Einstellung offen: warum sie nur im WLAN gilt, warum sich nicht jede App daran hält und was zu tun ist, wenn ein Passwortfeld fehlt. Das Proxy-Feld im APN-Bildschirm für mobile Daten, Android TV, das Abschalten des Proxys und die Prüfliste für den Fall „kein Internet“ gehören ebenfalls dazu. Kein Schritt verlangt Code oder eine Verbindung zum Computer.

> **Hinweis: Kurzantwort**
>
> Auf Android wird ein Proxy nicht für das ganze Gerät, sondern für jedes WLAN einzeln festgelegt. Öffnen Sie die Details des verbundenen Netzwerks, stellen Sie unter **Erweiterte Optionen** die Zeile **Proxy** auf **Manuell**, tragen Sie die Proxy-Adresse in **Proxy-Hostname** und die Portnummer in **Proxy-Port** ein und speichern Sie. Die Einstellung gilt nur für HTTP- und HTTPS-Verkehr, greift nicht bei mobilen Daten und hat kein Feld für Nutzername und Passwort. Weil Sie kein Passwort eingeben können, ist der bequemste Weg, Ihre eigene IP-Adresse im Proxy-Panel auf die Liste der erlaubten Adressen (IP-Whitelist) zu setzen.

## Was ist ein Proxy auf dem Smartphone und wozu dient er?

Ein Proxy ist ein Vermittlungsserver zwischen Ihrem Smartphone und der Website, die Sie aufrufen. Das Smartphone schickt die Anfrage nicht direkt an die Website, sondern zuerst an den Proxy. Der Proxy leitet sie von seiner eigenen Adresse aus weiter und reicht die Antwort an Sie zurück. Die Website sieht nicht Ihre IP-Adresse, sondern die des Proxys.

Die Gründe für einen Proxy auf dem Smartphone sind dieselben wie am Computer: einen Vermittler passieren, den ein Schul- oder Firmennetz vorschreibt, oder nachsehen, wie eine Website aus einem anderen Land aussieht. Wie ein Proxy grundsätzlich arbeitet, steht in [Was ist ein Proxy-Server und wie funktioniert er?](/de/blog/what-is-a-proxy-server). Hier bleiben wir bei der Einstellung auf dem Smartphone.

Proxy und VPN werden oft verwechselt. Ein VPN schickt den gesamten Verkehr des Geräts durch einen einzigen Tunnel; die Proxy-Einstellung im WLAN-Bildschirm von Android lenkt dagegen im Wesentlichen den Web-Verkehr des Browsers um. Den Unterschied beschreibt [Proxy und VPN im Vergleich](/de/blog/proxy-vs-vpn) im Detail.

## Wo liegt die Proxy-Einstellung auf Android?

Die Suche dauert aus einem einfachen Grund so lange: Android hat kein eigenes Menü namens „Proxy“. Die Einstellung steckt im Detailbildschirm jedes einzelnen WLANs, neben den IP-Einstellungen. Auch die [Android-Hilfe von Google](https://support.google.com/android/answer/9654714?hl=de) führt den Proxy zusammen mit Netzwerkeinstellungen wie kostenpflichtigem Zugriff und automatischen Verbindungen auf.

Daraus folgen zwei Dinge, und wer beide vorab kennt, spart viel Zeit:

- **Die Einstellung hängt am Netzwerk.** Ein Proxy, den Sie für das WLAN zu Hause eingetragen haben, wird im WLAN im Büro oder im Café nicht verwendet. Er wird für jedes Netzwerk einzeln eingegeben.
- **Mobile Daten liegen außerhalb dieser Einstellung.** Sobald Sie das WLAN ausschalten und auf mobile Daten wechseln, geht das Smartphone ohne Proxy ins Internet.

Die Menünamen ändern sich je nach Hersteller und Android-Version, die Logik bleibt gleich: WLAN-Liste, Details des verbundenen Netzwerks, erweiterter Bereich, Zeile Proxy. Die drei verbreiteten Oberflächen beschreiben wir unten einzeln.

## Schritt für Schritt auf reinem Android (Pixel und Geräte mit schlichter Oberfläche)

Die folgenden Namen stammen aus der deutschen Oberfläche von Android selbst. Der Weg entspricht dem Aufbau ab Android 12; in älteren Versionen steht im ersten Schritt **WLAN** statt **Internet**.

1. Öffnen Sie die App **Einstellungen**, tippen Sie auf **Netzwerk & Internet** und dann auf **Internet**.
2. Tippen Sie auf das Einstellungssymbol (Zahnrad) neben dem WLAN, mit dem Sie verbunden sind. Der Bildschirm **Netzwerkdetails** öffnet sich.
3. Tippen Sie oben rechts auf das Stiftsymbol (**Ändern**).
4. Klappen Sie im geöffneten Fenster **Erweiterte Optionen** auf.
5. Tippen Sie auf die Zeile **Proxy**. Es erscheinen drei Optionen: **Keiner**, **Manuell** und **Autom. Proxykonfiguration**. Wählen Sie **Manuell**.
6. Tragen Sie die Proxy-Adresse in **Proxy-Hostname** und die Portnummer in **Proxy-Port** ein.
7. Tippen Sie auf **Speichern**.

Wenn Sie Manuell wählen, zeigt Android über den Feldern einen kleinen Hinweis: „Der HTTP-Proxy wird vom Browser verwendet, eventuell aber nicht von anderen Apps.“ Dieser Satz ist kein Fehler, er nennt die Grenze der Einstellung; wir gehen im Abschnitt „Was deckt diese Einstellung nicht ab?“ darauf ein.

Die dritte Option, **Autom. Proxykonfiguration**, braucht man zu Hause kaum. In Schul- und Firmennetzen gibt Ihnen die IT-Abteilung statt einer Adresse einen Link (eine PAC-URL); Sie fügen ihn in das Feld unter dieser Option ein, und das Smartphone erfährt aus dieser Datei, welcher Proxy für welche Website gilt.

## Was gehört in die Felder „Proxy-Hostname“ und „Proxy-Port“?

Die beiden Bezeichnungen klingen technischer, als sie sind. Sie entsprechen „Adresse“ und „Port“ am Computer.

| Feld | Was eingetragen wird | Beispiel |
|---|---|---|
| Proxy-Hostname | Die Adresse des Proxy-Servers. Das kann ein Domainname oder eine IP-Adresse aus Zahlen sein | `pr.proxynet.io` |
| Proxy-Port | Die Portnummer. Sie sagt, durch welche „Tür“ desselben Servers es hineingeht | `8000` |
| Umgehung des Proxys für | Adressen, die nicht über den Proxy laufen sollen, durch Kommas getrennt. Darf leer bleiben | `localhost,192.168.1.1` |

Einige Details verdienen Aufmerksamkeit:

- **Schreiben Sie kein `http://` davor.** Das Feld will nur den Namen. Mit einem Protokoll am Anfang oder einem Schrägstrich am Ende meldet das Smartphone „Der eingegebene Hostname ist ungültig.“
- **Trennen Sie Adresse und Port auf zwei Felder.** Hat Ihr Anbieter die Daten als `pr.proxynet.io:8000` geliefert, kommt der Teil vor dem Doppelpunkt ins erste Feld, der Teil danach ins zweite.
- **Der Port darf nicht leer bleiben.** Wenn Sie eine Adresse eintragen und den Port freilassen, erscheint „Du musst das Feld für den Port ausfüllen.“

Wenn Sie nicht wissen, wo Adresse und Port stehen, zeigt [Proxy-Serveradresse: Was sie ist und wo Sie sie finden](/de/blog/find-proxy-server-address), wo diese Angaben im Panel des Anbieters und in Anweisungen des Arbeitgebers zu finden sind.

## Proxy-Einstellung auf Samsung-Smartphones

In Samsungs One UI liegen die WLANs nicht unter **Netzwerk & Internet**, sondern unter **Verbindungen**. Die [Samsung-Hilfeseite zu den Verbindungsoptionen](https://www.samsung.com/us/support/answer/ANS10002546/) (auf Englisch) beschreibt den Ort des Proxys als den Bereich **Erweitert** (Advanced) auf dem Bildschirm, in dem die Netzwerkdaten eingegeben werden: Dort liegen IP-Einstellungen, Proxy-Einstellungen und Zertifikate.

So richten Sie ein neues Netzwerk gleich mit Proxy ein:

1. Gehen Sie zu **Einstellungen > Verbindungen > WLAN** und schalten Sie WLAN ein.
2. Scrollen Sie ans Ende der Netzwerkliste und tippen Sie auf **Netzwerk hinzufügen** (Add network).
3. Geben Sie den Netzwerknamen exakt ein, wählen Sie die Sicherheitsart und tragen Sie das Passwort ein.
4. Öffnen Sie den Bereich **Erweitert** und wählen Sie in der Zeile **Proxy** die Option **Manuell**.
5. Tragen Sie Proxy-Adresse und Port ein und speichern Sie.

Bei einem Netzwerk, mit dem Sie bereits verbunden sind, erreichen Sie denselben Bereich Erweitert über den Detailbildschirm dieses Netzwerks. Weil sich der Aufbau dieses Bildschirms zwischen den One-UI-Versionen ändert, beschreiben wir ihn hier nicht Zeile für Zeile. Finden Sie die Zeile Proxy nicht, ist dieser Weg verlässlich: Entfernen Sie das Netzwerk vom Smartphone und richten Sie es mit den obigen Schritten über **Netzwerk hinzufügen** neu ein, diesmal mit den Proxy-Daten.

## Proxy-Einstellung auf Xiaomi, Redmi und POCO

In der Oberfläche von Xiaomi (MIUI und HyperOS) ist der Weg kürzer. Die [offizielle Support-Seite von Xiaomi](https://www.mi.com/global/support/faq/details/KA-503632/) nennt die Schritte so:

1. Öffnen Sie die App **Einstellungen** (Settings).
2. Gehen Sie in **WLAN** (Wi-Fi).
3. Tippen Sie in der Zeile des verbundenen Netzwerks auf das Pfeilsymbol (**>**).
4. Tippen Sie auf die Zeile **Proxy**.
5. Wählen Sie eine der drei Optionen: **Keiner** (None), **Manuell** (Manual) oder **Autom. Proxykonfiguration** (Proxy Auto-Config). Bei Manuell tragen Sie den Hostnamen des Proxys, den Port und auf Wunsch die Adressen ein, die den Proxy umgehen sollen.
6. Tippen Sie oben rechts auf das Häkchen (**✓**), um zu speichern.

Die Seite von Xiaomi ist auf Englisch; in der deutschen Oberfläche können die Optionsnamen leicht abweichen, deshalb stehen die englischen Bezeichnungen in Klammern. Den Hinweis am Ende der Seite sollten Sie nicht übergehen: Nach dem Speichern müssen Sie die WLAN-Verbindung trennen und neu herstellen, damit die Änderung greift. Am einfachsten schalten Sie WLAN aus und nach ein paar Sekunden wieder ein.

## Kein Feld für Nutzername und Passwort: was nun?

Gekaufte Proxys verlangen meist eine Authentifizierung. Programme am Computer haben dafür Felder für Nutzername und Passwort. Im WLAN-Proxy-Bildschirm von Android fehlen sie. Auch die Struktur [ProxyInfo](https://developer.android.com/reference/android/net/ProxyInfo), die diese Einstellung in der Entwicklerdokumentation von Android beschreibt, enthält nur Host, Port, Ausschlussliste und PAC-Link; ein Feld für einen Nutzernamen ist nicht definiert.

Damit bleiben zwei Wege:

**1. IP-Whitelist (Liste erlaubter IPs).** Sie melden sich in Ihrem Proxy-Panel an und setzen die öffentliche IP-Adresse Ihres Internetanschlusses zu Hause auf die Liste der erlaubten Adressen. Der Proxy-Server nimmt Verbindungen von dieser Adresse an, ohne ein Passwort zu verlangen. Auf dem Smartphone tragen Sie nur Adresse und Port ein. Für ein Smartphone ist das die Methode mit den wenigsten Problemen. Wie beide Methoden arbeiten, vergleichen wir in [Proxy-Authentifizierung: User:Pass oder IP-Whitelist](/de/blog/proxy-authentication-methods).

**2. Der Browser fragt nach dem Passwort.** Ohne Whitelist verlangt der Proxy bei der ersten Anfrage Zugangsdaten, und der Browser kann ein Anmeldefenster öffnen. Dort geben Sie Nutzername und Passwort ein. Dieser Weg funktioniert nur im Browser. Die meisten Apps haben kein solches Fenster, die Verbindung scheitert stillschweigend.

Bei der Whitelist sollten Sie eines wissen: Die eingetragene Adresse ist die Adresse Ihres Anschlusses in diesem Moment. Am Heimanschluss kann sie sich ändern, wenn der Router neu startet; dann erkennt der Proxy Sie nicht mehr und die Verbindung bricht ab. Den Grund erklären wir in [Statische und dynamische IP im Vergleich](/de/blog/static-ip-vs-dynamic-ip). Fasst Ihr Anbieter Sie mit vielen anderen Kunden hinter derselben öffentlichen Adresse zusammen, öffnet ein Eintrag dieser Adresse in der Whitelist allen die Tür, die sie teilen. Das prüfen Sie mit dem Test ohne Code in [Was ist CGNAT? So erkennen Sie es und kommen heraus](/de/blog/what-is-cgnat).

## Was deckt diese Einstellung nicht ab?

Die meisten Enttäuschungen beim Einrichten eines Proxys auf dem Smartphone gehen auf diese vier Grenzen zurück.

| Grenze | Was sie bedeutet | Folge |
|---|---|---|
| Nur HTTP und HTTPS | Die Einstellung definiert einen HTTP-Proxy. Eine SOCKS5-Adresse lässt sich in diese Felder nicht eintragen | Haben Sie einen SOCKS5-Proxy gekauft, nutzen Sie den HTTP/HTTPS-Port desselben Dienstes |
| Nicht jede App hält sich daran | Ob eine App die Einstellung liest, entscheidet die App. Browser lesen sie, viele Apps bauen ihre Verbindung selbst auf | Im Browser ändert sich die IP, in einer App möglicherweise nicht |
| Verkehr außerhalb des Webs läuft nicht darüber | Verbindungen von Spielen und Sprachanrufen sind kein HTTP | Die Einstellung lenkt keinen Spieleverkehr um und beeinflusst den Ping nicht |
| Nur dieses WLAN | Die Einstellung wird im Netzwerk gespeichert | In einem anderen Netz und bei mobilen Daten gibt es keinen Proxy |

Den Unterschied zwischen HTTP und SOCKS5 erklären wir in [SOCKS und HTTP Proxy im Vergleich](/de/blog/socks-vs-http-proxy). Wenn Sie auf dem Smartphone SOCKS5 brauchen, richten Sie es nicht in den Systemeinstellungen ein, sondern in Apps mit eigener Proxy-Einstellung. Telegram ist dafür das bekannteste Beispiel; die Einrichtung zeigen wir in [Telegram-Proxy-Einstellungen](/de/blog/telegram-proxy).

> **Achtung: Keine Adressen aus kostenlosen Proxy-Listen eintragen**
>
> Über den Proxy, den Sie im Smartphone eintragen, läuft der Verkehr Ihres Browsers. Wem die Adressen aus kostenlosen Listen im Internet gehören, ist unklar, und auf unverschlüsselten Websites können deren Betreiber mitlesen, was Sie eingeben. Die Risiken haben wir in [Sind kostenlose Proxys sicher?](/de/blog/are-free-proxies-safe) aufgeführt.

## Proxy bei mobilen Daten: das Proxy-Feld im APN-Bildschirm

Für mobile Daten gibt es einen eigenen Ort: den APN, den Namen des Zugangspunkts. Der APN ist der Eintrag, der dem Smartphone sagt, mit welchen Einstellungen es sich mit dem Netz des Mobilfunkanbieters verbindet, und er enthält zwei Felder namens **Proxy** und **Port**.

Auf reinem Android liegt dieser Bildschirm unter **Einstellungen > Netzwerk & Internet**, in den Einstellungen Ihrer SIM-Karte in der Zeile **Zugangspunkte (APNs)**. Bei Samsung lautet der Weg **Einstellungen > Verbindungen > Mobile Netzwerke > Zugangspunkte** (Mobile networks > Access Point Names). Tippen Sie auf den verwendeten APN, öffnen sich die Felder.

Achten Sie hier auf drei Dinge:

- **„Nutzername“ und „Passwort“ auf diesem Bildschirm gehören nicht zum Proxy.** Es sind Felder für den APN des Mobilfunkanbieters. Ihr Proxy-Passwort dort einzutragen bringt nichts, deshalb ist auch bei mobilen Daten die IP-Whitelist der praktische Weg. Ihre öffentliche Adresse bei mobilen Daten kann sich jedoch mit jeder neuen Verbindung ändern und mit anderen Kunden geteilt sein; darum arbeitet eine Whitelist bei mobilen Daten weniger stabil als am Heimanschluss.
- **Manche Anbieter sperren den APN für Änderungen.** Sind die Felder ausgegraut, können Sie sie nicht ändern.
- **Eine falsche APN-Einstellung kappt das mobile Internet vollständig.** Haben Sie etwas verstellt, holt die Option **Auf Standard zurücksetzen** im Menü desselben Bildschirms die Einstellungen des Anbieters zurück.

## Proxy-Einstellung auf Android TV

Auf Fernsehern und TV-Boxen mit Android TV und Google TV liegt die Einstellung ebenfalls im Netzwerk. In der deutschen Oberfläche von Android TV lautet der Weg:

1. Gehen Sie zu **Einstellungen > Netzwerk & Internet**.
2. Wählen Sie das verbundene Netzwerk.
3. Öffnen Sie **Proxy-Einstellungen** und wählen Sie **Manuell**.
4. Füllen Sie mit der Fernbedienung nacheinander **Proxy-Hostname**, **Proxy-Port** und auf Wunsch **Umgehung des Proxys für** aus.

TV-Hersteller können dieses Menü in ihrer eigenen Oberfläche umbenennen; finden Sie die Zeile nicht, sehen Sie in den erweiterten Optionen der Netzwerkeinstellungen nach. Die Grenzen vom Smartphone gelten auch hier. Android TV zeigt denselben Hinweis: Der Browser verwendet den Proxy, andere Apps möglicherweise nicht. Gehen Sie nicht davon aus, dass sich eine Video-App auf dem Fernseher an diese Einstellung hält.

## Woran erkennen Sie, dass der Proxy funktioniert?

Die Kontrolle dauert zwei Minuten.

1. Öffnen Sie vor dem Einrichten im Browser eine Seite vom Typ „Wie ist meine IP“ und notieren Sie die angezeigte Adresse und das Land.
2. Speichern Sie den Proxy. Vergessen Sie bei Xiaomi nicht, WLAN aus- und wieder einzuschalten.
3. Laden Sie dieselbe Seite neu. Haben sich Adresse und Standort auf die des Proxys geändert, funktioniert die Einstellung.

Wenn Sie Geschwindigkeit, Standort und Lecks genauer prüfen möchten, führt [Funktioniert mein Proxy? So testen Sie einen Proxy](/de/blog/how-to-test-a-proxy) die Schritte der Reihe nach auf.

## Wie schalten Sie den Proxy auf dem Smartphone ab?

Gehen Sie den Weg der Einrichtung zurück, stellen Sie die Zeile **Proxy** auf **Keiner** und speichern Sie. Auf reinem Android geht das über das Stiftsymbol in den Netzwerkdetails und **Erweiterte Optionen**, bei Xiaomi über den Pfeil neben dem Netzwerk und die Zeile **Proxy**.

Ist auf dem Smartphone ein Proxy eingetragen, obwohl Sie nie einen eingerichtet haben, prüfen Sie zwei Möglichkeiten: Gehört das Gerät Ihrem Arbeitgeber, kann das Verwaltungsprofil der Firma die Einstellung geschrieben haben, oder die Person, die das Gerät vor Ihnen genutzt hat, hat für dieses Netzwerk eine Einstellung hinterlassen. Fragen Sie bei einem Firmengerät die IT-Abteilung, bevor Sie die Einstellung abschalten.

## Kein Internet nach dem Proxy: was prüfen?

Dass nach dem Eintragen eines Proxys keine Seiten mehr laden, ist das häufigste Problem, und fast immer steckt eine der folgenden Ursachen dahinter.

- **In der Adresse steht etwas zu viel.** `http://`, ein Schrägstrich am Ende oder ein Leerzeichen, das beim Kopieren mitkam. Leeren Sie das Feld und tippen Sie die Adresse von Hand neu.
- **Der Port ist falsch.** Anbieter vergeben für HTTP und SOCKS5 unterschiedliche Ports. In Android gehört der für HTTP/HTTPS.
- **Ihre IP-Adresse steht nicht auf der Whitelist.** Hat der Router neu gestartet, kann sich Ihre Adresse geändert haben. Aktualisieren Sie die Liste im Panel.
- **Das Netzwerk selbst blockiert.** Schul-, Hotel- und Firmennetze können Proxy-Ports nach außen sperren. Probieren Sie dieselbe Einstellung zu Hause.
- **Nur eine App funktioniert nicht.** Lädt der Browser, aber eine einzelne App kann sich nicht verbinden, hält sich diese App nicht an den Proxy; das ist kein Defekt, sondern die oben beschriebene Grenze.

Sind Sie unsicher, stellen Sie Proxy auf **Keiner**. Kommt das Internet sofort zurück, liegt das Problem in den Proxy-Daten. Was die einzelnen Fehlermeldungen im Browser bedeuten, erklären wir in [Fehler „Der Proxyserver antwortet nicht“](/de/blog/proxy-server-not-responding).

## Wofür wird ein Proxy auf Android genutzt?

- **Schul-, Wohnheim- und Firmennetze.** Netze, in denen man ohne die Adresse oder den PAC-Link der IT-Abteilung nicht ins Internet kommt.
- **Tests mobiler Websites und Apps.** Auf einem echten Smartphone sehen, welche Sprache, welchen Preis und welche Inhalte Ihre Website zeigt, wenn sie aus einem anderen Land geöffnet wird. Dieses Szenario beschreiben wir auf unserer Seite zum [App-Testing](/de/app-testing).
- **Kontrolle von Anzeigen und Suchergebnissen.** Vom Smartphone aus nachsehen, ob eine Anzeige im Zielland tatsächlich ausgespielt wird. Die Methoden auf der Suchseite stehen in [Bei Google aus einem anderen Land suchen](/de/blog/google-search-different-country).
- **Aus dem Ausland mit einer Adresse aus Türkiye verbinden.** Für alle, die auf Reisen eine Adresse mit Ausgang in Türkiye brauchen, vergleichen wir die Optionen in [IP-Adresse aus Türkiye im Ausland nutzen](/de/blog/turkiye-ip-address-from-abroad).
- **Smartphone und Computer über dieselbe Adresse hinausführen.** Müssen Sie einen Dienst immer von derselben IP aus erreichen, ist die Adresse bei [ISP-Proxy](https://proxynet.io/de/static-isp-residential-proxy) fest, ändert sich nicht von selbst und arbeitet mit einer Whitelist auf dem Smartphone problemlos.

Weil die Android-Einstellung HTTP/HTTPS verlangt, achten Sie zuerst auf die Unterstützung von [HTTPS-Proxy](https://proxynet.io/de/https-proxy). Brauchen Sie Adressen von Heimanschlüssen, wählen Sie [Residential-Proxy](https://proxynet.io/de/residential-proxy); brauchen Sie Adressen von Mobilfunkanbietern, wählen Sie [Mobile-Proxy](https://proxynet.io/de/mobile-proxy). Für jemanden in Ihrem Umfeld mit iPhone zeigen wir den Ort derselben Einstellung in [Proxy auf iPhone und iPad einrichten](/de/blog/iphone-proxy).

## Häufige Fehler

- **Den Proxy im WLAN eintragen und mit mobilen Daten testen.** Bei schwachem WLAN kann das Smartphone unbemerkt auf mobile Daten wechseln. Schalten Sie mobile Daten während des Tests aus.
- **Adresse und Port in ein Feld schreiben.** Steht `pr.proxynet.io:8000` so im ersten Feld, wertet das Smartphone den Namen als ungültig.
- **Annehmen, dass das Spiel oder der Videoanruf über den Proxy läuft.** Diese Einstellung gilt nur für Web-Verkehr.
- **Die alte IP auf der Whitelist lassen.** Hat sich Ihre Adresse zu Hause geändert, erkennt der Proxy Sie nicht; zuerst sehen Sie in der Whitelist im Panel nach.
- **Die Einstellung in einem Netz zurücklassen, in dem Sie zu Gast waren.** Sie wird in diesem Netzwerk gespeichert; verbinden Sie sich Monate später wieder damit, lädt das Internet nicht und Sie erinnern sich nicht an den Grund.

## Entscheidungshilfe

| Ihre Situation | Was Sie tun |
|---|---|
| Zu Hause im WLAN, Sie surfen mit einem gekauften Proxy im Browser | Im WLAN Proxy > Manuell, im Panel Ihre Heim-IP auf die Whitelist setzen |
| Schule oder Arbeitgeber hat Ihnen einen PAC-Link gegeben | Autom. Proxykonfiguration wählen und den Link einfügen |
| Der Proxy verlangt ein Passwort, eine Whitelist ist nicht möglich | Nur im Browser nutzen; die Daten in das Anmeldefenster des Browsers eintragen |
| Sie haben nur SOCKS5-Daten | Die Systemeinstellung passt nicht; nutzen Sie den HTTP/HTTPS-Port Ihres Anbieters oder richten Sie den Proxy in einer App mit eigener Proxy-Einstellung ein |
| Sie brauchen einen Proxy bei mobilen Daten | Felder Proxy und Port im APN-Bildschirm; notieren Sie vor der Änderung die aktuellen Werte |

## Häufige Fragen

### Gilt die Proxy-Einstellung von Android für alle Apps?

Nein. Das sagt auch der Hinweis von Android selbst: Der Browser verwendet die Einstellung, andere Apps möglicherweise nicht. Browser halten sich an den System-Proxy, viele Apps bauen ihre Verbindung dagegen auf eigene Weise auf. Ändert sich Ihre IP-Adresse in einer App nicht, heißt das nicht, dass Sie etwas falsch eingerichtet haben.

### Was bedeutet Proxy-Hostname?

Das ist die Adresse des Proxy-Servers. Es kann ein Domainname wie `pr.proxynet.io` oder eine IP-Adresse aus Zahlen sein. Ein `http://` kommt nicht davor. Das Feld „Proxy-Port“ daneben verlangt die Portnummer.

### Wo gibt man auf dem Smartphone Nutzername und Passwort des Proxys ein?

Im WLAN-Proxy-Bildschirm gibt es dafür kein Feld. Entweder setzen Sie Ihre eigene IP-Adresse im Proxy-Panel auf die Whitelist und verbinden sich ohne Passwort, oder Sie tragen die Daten in das Anmeldefenster ein, das der Browser bei der ersten Verbindung öffnet. Der zweite Weg funktioniert nur im Browser.

### Funktioniert der im WLAN eingestellte Proxy auch bei mobilen Daten?

Nein. Die Einstellung wird nur in dem WLAN gespeichert, für das Sie sie eingetragen haben. Für mobile Daten dienen die Felder Proxy und Port im APN-Bildschirm; Ihr Mobilfunkanbieter kann diesen Bildschirm für Änderungen gesperrt haben.

### Kann ich auf Android einen SOCKS5-Proxy verwenden?

Mit der WLAN-Proxy-Einstellung des Systems nicht, sie ist für einen HTTP-Proxy gedacht. SOCKS5 lässt sich nur in Apps mit eigener Proxy-Einstellung eintragen. Liefert Ihr Anbieter für denselben Proxy auch einen HTTP/HTTPS-Port, tragen Sie diesen im Smartphone ein.

### Macht ein Proxy das Internet auf dem Smartphone langsamer?

Weil Ihr Verkehr über einen zwischengeschalteten Server läuft, können Seiten etwas länger laden; wie viel länger, hängt von Standort und Qualität des Proxys ab. Ein Standort in Ihrer Nähe verringert den Unterschied. Um zu erkennen, ob die Verzögerung vom Proxy oder vom Netz kommt, stellen Sie Proxy vorübergehend auf Keiner und öffnen dieselbe Seite erneut.

## Fazit

Auf Android liegt der Proxy nicht in einem eigenen Menü, sondern in den erweiterten Einstellungen jedes WLANs: auf reinem Android unter **Netzwerk & Internet > Internet**, bei Samsung im Bereich **Erweitert** unter **Verbindungen > WLAN**, bei Xiaomi in der Zeile **Proxy**, die sich über den Pfeil neben dem Netzwerk öffnet. In das Feld „Proxy-Hostname“ kommt die Adresse, in das Feld „Proxy-Port“ der Port. Die Einstellung gilt nur für HTTP und HTTPS und nur in diesem WLAN, nicht jede App hält sich daran, und ein Passwortfeld fehlt; deshalb ist die IP-Whitelist auf dem Smartphone die bequemste Methode. Adressen mit Whitelist-Unterstützung, die Sie für Smartphone und Computer im selben Panel verwalten, finden Sie bei unseren [Proxy-Diensten](/de/proxy).
